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ILE Donau-Wald widmet sich der Jugendkulturarbeit

27.10.2016

Umfangreiches Konzept soll Ideen liefern und Akteure miteinander vernetzen

 

Böbrach/Viechtach. Den Jugendlichen Raum zur Gestaltung ihrer Heimat zu geben, sie aktiv in die Gemeindeentwicklung einzubeziehen und auf ihre Wünsche und Bedürfnisse hinsichtlich der eigenen Lebensgestaltung einzugehen - das ist ein Themenbereich zur "Jugend" der interkommunalen Zusammenarbeit der 14 ILE Donau-Wald-Gemeinden. Wie diese Bedürfnisse aussehen, welche Angebote von den Jugendlichen genutzt oder gewünscht werden und was aus ihrer Sicht die Heimat lebenswert macht, diese Fragen sollen jetzt in einem umfangreichen Konzept beantwortet werden.

Als Projektpartner hat sich hierzu die ILE Donau-Wald zwei erfahrene in der Region bekannte Gesichter ins Boot geholt. Edith Steinbauer, die bereits eine umfangreiche Sozialraumanalyse für die Stadt Viechtach erarbeitet hat und Anna Stobbe, Stadtjugendpflegerin in Regen, setzen sich seit vielen Jahren mit der Jugendkulturarbeit und Jugendarbeit allgemein auseinander und können neben fachlichem Hintergrund auch den Bezug zur Praxis vorweisen. Gemeinsam als Projektteam sollen sie nun im Auftrag der ILE Donau-Wald Maßnahmen erarbeiten, die neuen Impulse für die Jugendkulturarbeit der ILE liefern, aber auch die bestehenden Angebote und lokalen Akteure miteinander vernetzen. Wichtig hierbei ist, dass die Handlungsempfehlungen und Projektvorschläge gemeinsam mit den Jugendlichen vor Ort sowie den Verantwortlichen aus der Praxis erarbeitet werden und neben der Bestands- und Potentialanalyse umsetzbare Projekte erzielt werden.

Böbrachs Bürgermeister Werner Blüml, der im Handlungsfeld "Jugend, Familien, Senioren" der ILE Donau-Wald den Vorsitz führt, steht hinter dem Konzept. "Es gibt bereits viele Angebote in der Jugendkulturarbeit innerhalb unserer Gemeinden und darüber hinaus. Mit einem ILE-weiten Konzept möchten wir die bestehenden Angebote und Akteure stärker miteinander vernetzen und dabei noch intensiver auf die Wünsche unserer Jugendlichen eingehen. Unsere Jugendlichen müssen es uns als Kommune wert sein, dass wir ihnen die bestmöglichen Lebensbedingungen schaffen", ist Werner Blüml überzeugt. Wer also seine Heimat aktiv mitgestalte, der schlage nicht nur tiefere Wurzeln, für den sei auch in einem späteren Lebensabschnitt die Heimat eine bedeutende Komponente in der eigenen Lebensgestaltung, sind sich die ILE-Bürgermeister einig und sind daher froh mit Edith Steinbauer und Anna Stobbe zwei erfahrene Fachkräfte gewonnen zu haben, die unter Einbindung der jeweiligen gemeindlichen Akteure in der Jugendarbeit konkrete Maßnahmen liefern werden, welche dann im interkommunalen Schulterschluss der ILE Donau-Wald umgesetzt werden sollen. Auch das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) bewertet die Bestrebungen der ILE Donau-Wald im Bereich der interkommunalen Jugendkulturarbeit als erfolgsversprechend und fördert das Konzept mit einem Fördersatz von 75 Prozent. "Bei dem angestrebten Konzept zur Jugendkulturarbeit werden originäre Aufgabenfelder der Kommunen auf ILE-Ebene gebündelt und miteinander vernetzt", so Baudirektor Johann Preiß vom ALE Niederbayern. Nach der gemeinsam Vertragsunterzeichnung vor einigen Tagen im Rathaus Böbrach startet das Projektteam Stobbe/Steinbauer daher mit der Erarbeitung des Konzepts. Ende Juni 2017 wird das Ergebnis daraus dann allen ILE-Gemeinden vorgestellt werden.

 

Gemeinsam bei der Vertragsunterzeichnung zur gemeinsamen ILE-Jugendkulturarbeit mi Böbracher Rathaus: (Vorne von links) Edith Steinbauer und Anna Stobbe vom Projektteam; Böbrachs Bürgermeister und ILE-Handlungsfeldleiter Werner Blüml sowie (hinten von links) Prozessmanagerin Andrea Rothkopf aus Grafenau, Patersdorfs Bürgermeister Willi Dittl; Kollnburgs Bürgermeisterin und 1. Vorsitzende der ILE Donau-Wald Josefa Schmid, Jugendbeauftragter der Gemeinde Geiersthal Daniel Hof und Baudirektor Johann Preiß vom ALE Niederbayern.