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ILE Donau-Wald blickt durchs kulinarische Schaufenster

23.10.2016

Neues ILE-Projekt: Verbindung aus Kulinarik und Tourismus

 

Zwiesel/Bernried. Sie hatten sich nicht verlaufen, sondern hatten ganz gezielt die eigene ILE verlassen, um sich in Zwiesel über das Projekt "kulinarisches Schaufenster der Region" der Arberland Regio GmbH zu informieren. Die Bürgermeister der 14 ILE-Donau-Wald Gemeinden zwischen Metten und Viechtach trafen kürzlich am Infozentrum 3 des Naturparks Bayerischer Wald in Zwiesel.

 

Zuerst stand eine Besichtigung des Pavillons vor den Türen des Infozentrums auf dem Programm. Susanne Wagner, Tourismusreferentin des Landkreises Regen wartete dort auf die ILE-Gäste und bereitete ihnen gemeinsam mit ihrem Team einen herzlichen Empfang. Während sich die Gemeindevertreter an einer Brotzeit mit heimischen Produkten und Getränken aus der Region stärken durften, berichtete Susanne Wagner ausführlich über die Philosophie und den Werdegang des "Kulinarischen Schaufensters", das im April diesen Jahres eröffnet wurde und neben einem breiten Angebot an regionalen Produkten auch einen touristischen Informationsbereich enthält. Frisches Brot, geräucherte Forellen, Käse, heimische Biersorten, selbstgemachte Marmeladen und vieles mehr - das Sortiment des Schaufensters ist umfangreich und präsendiert Einheimischen, wie auch Gästen die Vielfalt heimischer Produkte in einem beeindrucken schönen Ambiente. Informationen über Aufbauphase, Projektumsetzung und Förderung aus erster Hand zu erhalten, war den Bürgermeistern der ILE Donau-Wald ein großes Anliegen. Denn im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit möchte man künftig das touristische Angebot der Region stärker mit regionaltypischen Aspekten, wie der besonderen heimischen Kulinarik verknüpfen. "Gerade die ILE Donau-Wald mit ihrer Verbindung zwischen Donauraum und Waldgebirge bietet eine Fülle an kulinarischen Highlights. Wir dürfen stolz auf eine Vielzahl von Betrieben und Handwerken sein, die regionaltypische Produkte herstellen und anfertigen. Gerne würden wir diese Potential nutzen, miteinander vernetzen und sowohl unseren Einheimischen, als auch unseren Feriengästen präsentiere, fasst ILE-Vorsitzende Josef Schmid aus Kollnburg die Intention der ILE zusammen. Ziel sei es, nach dem Vorbild der Arberland Regio GmbH, weitere Kulinarische Schaufenster im Bereich der ILE Donau-Wald zu errichten und mit den Touristinformationen zu vernetzen. Als Standorte hierfür sind aktuell die Stadt Viechtach im Norden und die Gemeinde Bernried im Süden der ILE im Gespräch. Weitere Standorte werden geprüft. Um den Gedanken der Vernetzung zwischen Tourismus und Kulinarik weiterzuspinnen und ein möglichst großes Angebot in den Schaufenstern präsentieren zu können, wurde in der anschließenden Bürgermeisterrunde in den Räumlichkeiten des Naturpark-Infozentrums auch ein bayerisch-böhmischer Projektansatz diskutiert. Eine Vernetzung mit Böhmen würde nicht nur eine größere Produktvielfalt bedeuten, sondern könnte langfristig auch zu weiteren "touristisch-kulinarischen" Projekten führen, wie beispielsweise eine Ausweitung der "Schmankerlwanderung" um regionale Produkte aus dem Donauraum, dem "Woid" und Böhmen - ein böhmischer Partner hätte sich bereits gefunden.

Auch die "Schmankerlwanderung" könnte man um regionale böhmische Speisen erweitern und gemeinsam mit der Partner in verschiedenen Regionen stattfinden lassen.

Ende September erst hatte die Stadt Viechtach und die Gemeinde Prackenbach zusammen mit dem Naturpark Bayerischer Wald erstmals zur Schmankerlwanderung geladen und begeisterten insgesamt 500 Teilnehmern durch eine perfekte Organisation, ein abwechslungsreiches Angebot entlang der Strecke und zahlreiche heimische Schmankerl.

 

Neben Informationen, Diskussionen und Projektplanungen zu den ILE-weiten Kulinarischen Schaufenstern besprachen sich die Bürgermeister auch zu weiteren Themen. Martin Veit von der Firma Veit Energie Consult GmbH aus Waldkirchen informierte die Anwesenden über die Potentiale und Fördermöglichkeiten interkommunaler Energieeffizienznetzwerke. Im Rahmen eines Förderprojektes des Bundesamts für Ausfuhrkontrolle können sich hierbei Kommunen eines eigenen Netzwerkmanagers bedienen, der sowohl die Gemeinden selbst bei Energieeinsparungen, wie beispielsweise dem Einsatz von LED-Leuchten in öffentlichen Gebäuden unterstützt, aber auch Unternehmen und Privathaushalte im Hinblick auf Energieeffizienz berät. Im Kreis der ILE Donau-Wald-Gemeinden haben bereits einige Kommunen ihr Interesse bekundet und wollen in einem nächsten Schritt auch Gemeinden außerhalb der ILE eine Mitgliedschaft im Energieeffizienznetzwerk anbieten. Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung war die Vorstellung des Projektteams Stobbe/Steinbauer. Ein projektbezogener Zusammenschluss zweier Sozialpädagoginnen, die sich künftig um eine Konzept zur ILE-weiten Jugendkulturarbeit annehmen werden, das durch Mittel des Amtes für Ländliche Entwicklung Niederbayern (ALE) bezuschusst wird. Auch der Vitalitätscheck, ein Instrument des Amtes für Ländliche Entwicklung, mittels dessen man die Vitalität der Gemeinden prüfen lassen kann und vorhandene Potentiale in der Innenentwicklung erfassen kann, stand auf der Tagesordnung. Nach ausführlicher Markterkundung und Angebotsvergleich konnte auch hier ein Beschluss zur Vergabe der Erstellung des Vitalitätschecks an ein Planungsbüro vergeben werden. Auch Baudirekt Johann Preiß vom ALE hätte interessante Informationen für die Bürgermeister dabei. So stehen den Kommunden noch Fördergelder aus dem ELER-Programm, dem europäischen Landwirftschaftsfonds zur Verfügung.

Der Fördertopf unterstützt Maßnahmen der Dorferneuerung (öffentliche Gebäude und dörfliche Infrastruktur) sowie die Erschließung landwirtschaftlicher Anwesen und Weiler (einschließlich Förderung Kernwegenetze und Lückenschlüssel von interkommunalen Radwegenetzen). Eine Beantragung der Mittel ist noch bis 28.10.2016 möglich.

Die nächste Bürgermeisterrunde der ILE Donau-Wald findet am 13. Dezember in Metten statt.

 

Informierten sich im Kulinarischen Schaufenster in Zwiesel:

Die 14 Bürgermeister der ILE Donau-Wald erhielten von Susanne Wagner, Tourismusreferentin des Landkreises Regen (Fünfte von rechts) interesssante Informationen über die neue Einrichtung. Ganz links 1. Vorsitzende Josef Schmid (Kollnburg), ganz rechts 2. Vorsitzender Stefan Achatz (Bernried). Foto:Schmid