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ILE Donau-Wald erhält eigenes Umsetzungsbüro

06.05.2015

ILE Donau-Wald erhält eigenes Umsetzungsbüro

Prozessmanagement soll gemeinsame Projekte künftig zügig vorantreiben

 

Geiersthal. Im März dieses Jahres wurde den 14 Gemeinden der ILE Donau-Wald zwischen Prackenbach und Viechtach bis Offenberg und Metten das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept überreicht. Auf über 400 Seiten gaben die Planungsbüros Architekturschmiede Oswald, APA Bauer, CIMA und Rothkopf-Projektmanagement die unterschiedlichsten Handlungsempfehlungen und Projektvorschläge zur nachhaltigen Entwicklung der interkommunalen Allianz ab, die sie über zwei Jahre hinweg erarbeitet hatten.

Jetzt, zwei Monate später, sind die ILE-Gemeinden erneut einen Schritt weiter. In einer gemeinsamen Sitzung im Rathaus Geiersthal beschlossen die 14 Bürgermeister die Vergabe eines ILE-weiten Prozessmanagements an ein externes Büro. Hierzu wurden insgesamt sechs Büros aus der Region eingeladen, von denen sich drei Büros den anwesenden Gemeindevertretern vorstellten und zu der von ihnen vorgeschlagenen Umsetzungsstrategie Rede und Antwort standen.

Den Zuschlag zur Umsetzungsbegleitung der ILE Donau-Wald erhielt Andrea Rothkopf vom Destinations- und Regionalentwicklungsbüro aus Grafenau. In den kommenden zwei Jahren wird es Rothkopfs Aufgabe sein, die Ideen und Projektvorhaben aus dem Entwicklungskonzept der ILE zu initiieren, zu steuern und zu organisieren, weitere Impulse zur interkommunalen Zusammenarbeit der 14 ILE-Gemeinden zu geben und neue Fördermöglichkeiten anzuzapfen. „In den vergangenen zwei Jahren wurden, parallel zur ILEK-Erstellung bereits zahlreiche Projekte wie die 360 Grad-Panoramen und das ländliche Kernwegenetz angestoßen. Doch die personellen Möglichkeiten unserer Verwaltungen sind begrenzt. Daher versprechen wir uns von der Vergabe eines ILE-weiten Prozessmanagements an ein externes Büro eine aktive und engagierte Unterstützung bei der Realisierung unserer Projektvorhaben,“ erläutert Kollnburgs Bürgermeisterin und Vorsitzende der ILE Donau-Wald Josefa Schmid den nun wichtigen Meilenstein der ILE mit einem eigenen Umsetzungsbüro.

Finanziell gefördert wird das Prozessmanagement der ILE Donau-Wald mit 75 Prozent durch das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE), das auch künftig, vertreten durch Baudirektor Johann Preiß, den Kommunen beratend zur Seite stehen wird. Der Eigenanteil der Gesamtkosten wird über einen, für alle Gemeinden einheitlichen Sockelbetrag von jährlich 500 Euro, zuzüglich einer überschaubaren Umlage entsprechend der Einwohnerzahlen pro Gemeinde finanziert.

 

Ein weiteres Thema der Bürgermeisterrunde in Geiersthal war der aktuelle Stand der Planungen zum neuen Förderprogramm „ländliches Kernwegenetz“. Zachenbergs Bürgermeister Michael Dachs informierte über den aktuellen Planungsstand und kritisierte, dass noch immer nicht feststehe, ob die Planungskosten des neuen EU-Förderprogramms nun förderfähig seien oder nicht. Er wolle hierzu beim zuständigen Landwirtschaftsminister Helmut Brunner für die ILE Donau-Wald noch einmal vorsprechen und um baldige Klärung bitten, da sich so die Startphase für die Realisierung der ersten Bauprojekte für Kernwege zeitlich weiter verzögere. Die ILE Donau-Wald war im vergangenen Sommer die erste ILE in Niederbayern, welche die Planungen für ländliche Kernwege an das Ingenieurbüro MKS in Ascha vergeben hatte. Die Planungen seien bereits sehr weit fortgeschritten. Bis in den Spätsommer diesen Jahres soll die Behörden- und Verbändebeteiligung und abschließende Kartierung der im Netzentwurf enthaltenen Wege abgeschlossen werden.

 

Auch Markus König und Michaela Karbstein, die beiden Geschäftsführer der Leader-Aktionsgruppen im Landkreis Regen und im Landkreis Deggendorf, informierten die ILE-Bürgermeister über die neuesten Entwicklungen im Lokale Aktionsgruppen-Management, das in beiden Landkreisen ab 12. Mai 2015 offiziell auch in der neuen EU-Förderperiode von 2014 bis 2020 bestätigt werden soll. Um künftig die Projektvorhaben aller ILE-Kommunen mit den Ansätzen der LAG-Managements abstimmen zu können, wurden gemeinsame Treffen der ILE-Beauftragten und des LAG-Managements vereinbart. So kann künftig gewährleistet werden, dass sich die ILE-Kommunen und die LAG im Bereich der Fördertöpfe der Regionalentwicklung gegenseitig unterstützen.

 

Die nächste Bürgermeisterrunde der ILE Donau-Wald findet am Montag, 15. Juni 2015 um 14 Uhr im Rathaus der Gemeinde Offenberg im Ortsteil Neuhausen statt.

  • jos

 

 

Die Bürgermeisterrunde der ILE Donau-Wald tagte vergangene Woche im Rathaus der Gemeinde Geiersthal. Neben 1. Vorsitzender Josefa Schmid (zweite von rechts) aus Kollnburg, 2. Vorsitzenden Stefan Achatz aus Bernried (zweiter von links) und Baudirektor Johann Preiß vom ALE (Fünfter von links) werden künftig zur Abstimmung von Förderprojekten auch die LAG-Managerin Michaela Karbstein aus dem Landkreis Deggendorf (links) und Regionalmanager Markus König, LAG-Manager aus dem Landkreis Regen (Dritter von links) bei den Leitungstreffen dabei sein.

Foto: Schmid